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'Lehren und Lernen im interdisziplinären Bereich' (IDLL)

In der geeigneten Vorbereitung zur Ausbildungsplatzsuche übte sich eine Gruppe von 6 LehramtsanwärterInnen des Seminars Mannheim über vier Tage in diesem neuen Feld des fächerübergreifenden Lehrens und Lernens mit ihrer Lehrbeauftragten und Kollegin an der IGH, Frau Konopka, Herrn Rauscher von der Schulsozialarbeit, dem Jugendberufshelfer der Stadt Heidelberg, Herrn Stienicka, sowie der Klasse 8C2 mit Klassenlehrer Konrad Weltermann.

Stadt bekommt für ihre Azubis etwas dazu

Lehrstellenabgabe läuft bei der Stadtverwaltung ins Leere - Klagen über "wenig qualifizierte Bewerber" - Gestern Gesetz verabschiedet

RNZ, Sa 08.05.04
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die 8C2 bei der Präsentation am Ende des IDLL Projekts
Von Karl-Horst Möhl

Emotionen kamen hoch, wo immer in den letzten Monaten über die Ausbildungsplatzabgabe diskutiert wurde, schließlich gab es Gründe genug, die dafür und die dagegen sprachen. Gestern votierten bei einer namentlichen Abstimmung im Bundestag 300 Abgeordnete für das Gesetz, 284 waren dagegen.

Bekanntlich müssen Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten, deren Lehrlingsanteil an der Belegschaft unter sieben Prozent liegt, in einen Fonds zahlen, aus dem Ausbildungsplätze finanziert werden sollen. Für einige Kommunen, die ja auch ausbilden müssen, kann das teuer werden. Die Stadt Heidelberg befindet sich hier in einer komfortablen Situation. Mit 139 Azubis in 25 Ausbildungsberufen liege die Quote bei 8.5 Prozent, erklärte Roland Haag als stellvertretender Leiter des Personalamts. Die Berechnung richte sich nach der Zahl der Sozialabgabe pflichtigen Beschäftigten und dies seien bei der Stadt Heidelberg 1632 ohne die Beamten.

Haag zitierte eine Studie der FDP, nach der Freiburg mit einer Ausbildungsquote von 3,3 Prozent 476000 Euro in den Fonds zahlen müsse, Heilbronn (3,5 Prozent) 294 000 Euro, Karlsruhe (3,7Prozent) 445000 Euro und Pforzheim (5,8 Prozent) 120000 Euro. Nach dieser Berechnungsgrundlage erhielt Heidelberg aus dem Fonds rund 185 000 Euro. Aus sozialer Verantwortung bilde die Stadt (auch in handwerklichen Berufen) über ihren Bedarf hinaus aus, sagte Haag, zwischen 30 und 50 Prozent der Azubis würden je nach Bedarf und Qualifikation übernommen.

Bei den Heidelberger Druckmaschinen mit rund 12 000 Mitarbeitern liege die Quote bei 5,7 Prozent, jährlich - auch in den letzten drei Jahren - seien rund 220 Lehrstellen besetzt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Abgabe, bringe aber nicht mehr Ausbildungsplätze, was auch daran liege, dass das "Angebot qualifizierter Bewerber abnimmt", hier also an der Basis mehr gemacht werden müsste.

Unternehmen könnten nicht nur aus Gründen der "Wohlfahrt" ausbilden und nicht zuletzt sei eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation die Voraussetzung für Ausbildung.

Da die Kaufhof-Leiter der Region gestern ein Treffen hatten, sprang hier die Zentrale in Köln mit einer Auskunft ein, allerdings ohne Prozentangaben. Kaufhof habe nach einer Zusage an Wirtschaftsminister Clement das Arbeitsplatzangebot um 100 Plätze erhöht und stelle in diesem Jahr rund 800 junge Menschen als Azubis ein.

"Wir bilden aus", hieß es beim Schreibgerätehersteller Lamy, bei ProMinent Dosiertechnik hielt man sich bedeckt, da der Inhalt des Gesetzes noch nicht genau genug bekannt sei, generell sei dieses Gesetz aber ein Eingriff in die Balance des Marktes. Diese Meinung vertreten auch Kreishandwerksmeisterin Margot Preisz und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Leopold Übelhör. Die Wirtschaft werde bei falschen politischen Rahmenbedingungen zum Sündenbock gemacht für Defizite, die mit Schule und Erziehung zusammenhängen.

Impressum, Kontakt, zuletzt geändert am 23 Oktober, 2005