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Städtisches Grün soll „öko“ werden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von RNZ vom 27.01.2012   
Dienstag, 31. Januar 2012

Jugendliche gestalten ein Netzwerk heimischer Biotope – Projekt für die Schulen

Netzwerk heimischer BiotopeMit GPS verorten Schüler die heimischen Biotope – ein Naturschutz- und Bildungsprojekt, das von der Pädagogischen Hochschule organisiert wird. Foto: RNZ
Die Klasse 8A2 (NWT / Fr. Knapp-Meimberg) beteiligt sich an dem Projekt Naturbildungspunkte. Ein Fläche des Primarstufenbereiches wurde im Herbst bearbeitet und mit Senfpflanzen zur Bodenverbesserung für die Aussaat im Frühjahr vorbereitet.

RNZ. Markus schaut auf sein GPS-Gerät, das ihm den Weg zeigt. Nur 300 Meter von seinem Klassenzimmer entfernt stößt er auf einen wichtigen Lebensraum innerhalb der urbanen „Wüste“: eine Hecke – Markus kann sogar ein Vogelnest entdecken. Und auch die Schulwiese offenbart bei genauem Blick eine große Artenvielfalt. Allerdings sind in Heidelberg heimische Organismen wie Labkraut, Salbei und Flockenblumen immer seltener zu finden.

2011 startete daher das Projekt „Naturbildungspunkte – Naturschutz lernen durch Lehren“, ein Projekt des Fachs Biologie der Pädagogischen Hochschule mit Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg und gefördert aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale.

„Ziel ist es, im Stadtgebiet Heidelberg ein Netzwerk von heimischen Biotopen mit Jugendlichen für Jugendliche und Bürger zu gestalten“, erklärt die Projektleiterin, Prof. Jäkel. Diese sogenannten Bildungspunkte können mit GPS-Geräten gezielt angelaufen werden. Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr werden Schüler erneut neue und vorhandene Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten mit GPS verorten, außerdem liegt regional gewonnenes Saatgut bereit. Ins Auge gefasst wurden eine wenig artenreiche „Grünfläche“ vor dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung an der Berliner Straße nahe der Ernst-Walz-Brücke und eine Fläche am Ochsenkopf.

An der Internationalen Gesamtschule in Heidelberg laufen bereits ökologische Aufwertungsmaßnahmen, auch die Gregor-Mendel-Realschule führt projektbezogene Unterrichtseinheiten durch. „Nicht nur die Flora, sondern auch die Ansiedlung heimischer Fauna ist Ziel des Projekts“, erklärt Jäkel. Daher wird das Schulgelände bereits von einer ökologisch wertvollen Außenanlage gesäumt und erhält im Frühjahr zudem ein „Insektenhotel“ für unzählige Wildbienenarten, die dort Lebensraum und Nahrung finden.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 31. Januar 2012 )
 
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