2. Ökumenischer Kirchentag 2010 in München PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jens Stuber   
Samstag, 12. Juni 2010

Kirchentag 2010Ja, jetzt ist es auch schon wieder vorbei, dabei war es doch so schön in München. Wovon ich hier schreibe? Na, vom Ökumenischen Kirchentag in München. Es war der 2. Kirchentag, den Katholiken und Protestanten gemeinsam feierten. Er war einfach nur toll, vom Wetter eher nicht aber hier passte das Motto des Kirchentags „Damit ihr Hoffnung habt“ ganz gut, denn diese hatte man gebraucht, um zu hoffen, dass es nicht immer regnet.

Jedoch dank der großen Zahl von Podiumsdiskussionen, Konzerten, Gottesdiensten, Andachten usw. kam bei den ca. 100`000 Teilnehmern keine schlechte Stimmung auf. Im Gegenteil, es machte Freude sich mit anderen auszutauschen oder zu zuhören, was ihre Meinung zum Thema ist.

Auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel war zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Hoffnung in Zeiten der Verunsicherung“ dabei. Bei dieser Podiumsdiskussion wurden Themen wie:
Warum müssen wir Griechenland helfen?
Wo kommt das ganze Geld her?
Müssen wir Deutsche deswegen auf unseren Luxus verzichten?
Wird es weiterhin Förderungen für Schulen, Unis, und Ausbildung geben?
diskutiert und beantwortet.

Toll war, dass es auch verschiedene Veranstaltungen gab, bei denen man nicht nur zuhören sondern auch mitmachen konnte wie im „Zentrum Jugend“, das sich im Olympiapark befand. Hier waren viele Jugendgruppen mit den unterschiedlichsten Themen. Eines dieser Themen war zum Beispiel: wie ist es, wenn man mit dem Rollstuhl sein Leben verbringen muss. Anhand eines aufgebauten Parcours, in dem mancherlei Hindernisse eingebaut waren – sofern man Rollstuhlfahrer ist. Dort konnte man ausprobieren, wie es ist, Hindernisse des alltäglichen Lebens mit dem Rollstuhl zu bewältigen. Dies waren zum Beispiel eine Bordsteinkante hochzukommen, mit dem Rollstuhl um eine Ecke zu kommen usw. Es war und ist nicht einfach doch mit gegenseitiger Hilfe und Übung war und ist es zu schaffen. Es gab auch zum Thema „Mut“ Beiträge; bei diesen Ständen konnte man seine Angst mit kleinen Tests/Aufgaben erkennen und überwinden.

Die „Arche“.
Die evangelische Jugend München baute extra für den ÖKT eine Holzarche, zusammen mit weiteren Jugendgruppen und einzelnen Helfern. Diese Arche bekam dann auch noch Tiere aus Holz als Fahrgäste gebaut. Man konnte sie auch betreten und sich Bilder vom Bau der Arche anschauen.

Da es ja auch für Musikfreunde etwas geben sollte, gab es Großkonzerte fast überall, ob auf der Theresienwiese, auf der Seebühne im Olympiapark oder dem Odeonsplatz und an vielen anderen Orten. Hier könnt man Band und Sänger Wise Guys, Christina Stürmer, Nena live miterleben.. Jedoch auch junge Bands, die mit dabei sein wollten, bekamen die Gelegenheit dazu wie z.B. Frequency.

Es waren Tage gefüllt mit  Glauben, Politik, Wissenschaft, Kulturellem und Kreativität.

Am 5. Tag dieses tollen Ereignisses fand dann der Abschlussgottesdienst auf der Theresienwiese statt. Danach hieß es Abschied nehmen, und die Heimfahrt begann. Jedoch bleibt die Hoffnung bestehen, dass man den ein oder anderen mal wieder sieht zum Beispiel bei einem der nächsten Kirchentage.

Jens Stuber

Letzte Aktualisierung ( Montag, 14. Juni 2010 )
 
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